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Entwicklung der Konkurse in Luxemburg 2007
Entwicklung der Konkurse in Luxemburg 2007
Weiter Anstieg der Konkurse 2007 – 7,26% mehr als im Vorjahr Über 62% der betroffenen Unternehmen sind älter als 5 Jahre
Luxemburg/Niederanven, 05.03.2008
Wie bereits in den Vorjahren hat Creditreform Luxemburg die Insolvenzzahlen für das Großherzogtum Luxemburg untersucht und mit den Vorjahreszahlen sowie in gewissen Bereichen mit den Nachbarländern und Westeuropa verglichen.
Mit einem Anstieg von 7,26 % gegenüber dem Vorjahr nimmt die Zahl der Insolvenzen im Großherzogtum Luxemburg weiterhin einen negativen Trend. Fanden in 2006 noch 634 Unternehmen ihr Ende vor dem Konkursgericht, so waren es im vergangenen Jahr 680 Firmen. Damit ist die Erholung im Konkursgeschehen, die noch in 2006 auszumachen war (- 7,04 % gegenüber 2005), wieder egalisiert. Auch im europäischen Vergleich (- 5,0 %) und gegenüber den unmittelbaren Nachbarländern ist prozentual ein höherer Anstieg der Konkurs zu verzeichnen. Hatten Frankreich mit + 5,7 % und Belgien mit + 1,0 % wenn teils auch nur leichte Anstiege zu vermelden, so gingen in Deutschland die Firmeninsolvenzen um 10,4 % zurück.
Was sich bereits bei der Halbjahresuntersuchung sowie den Analysen von Creditreform Luxemburg seit 2004 abzeichnete, hat sich auch in 2007 bestätigt: Die meisten der vom Konkurs betroffenen Unternehmen (62,35 %) sind älter als 5 Jahre. Während sich in den Nachbarländern die Konkurse mehrheitlich auf Firmen, die nicht älter als 5 Jahre sind, konzentriert, liegt seit 2004 die Quote der Pleitefirmen mit einem Alter von über 5 Jahren bei rund 60 % und mehr. Hier führt die oft ungelöste Nachfolgeproblematik zu gravierenden Folgen. Dies verbunden mit einem „nicht loslassen können“ und eine damit oft verbundene fehlende Marktanpassung sind in der Regel die Hauptursachen. So darf es in Zukunft nicht verwundern, wenn weiter bekannte, alteingesessene Namen , die keinen Nachfolger haben oder es versäu-men, sich den veränderten Marktgegebenheiten anzupassen, von der Bildfläche verschwinden und dies leider zu oft dann im Konkurs, da man sich nicht rechtzeitig für eine geordnete Nachfolge oder Liquidation entscheiden konnte.
Lediglich 1,18 % der vom Konkurs betroffenen Unternehmen sind dem produzierenden Gewerbe zuzuordnen, damit deutliche weniger als im europäischen Vergleich (8,6 %).
Das Baugewerbe ist in 2007 mit 7,21 % am Konkursgeschehen beteiligt, was in etwa dem Mittel der letzten Jahre entspricht. Der Bau ist damit im Großherzogtum weiter stabil. Zum Vergleich der Anteil der Insolvenzen in der Baubranche in Europa liegt im Schnitt bei 22,2 % und in Frankreich gar bei erschreckenden 28,7 %.
Weitere Informationen:
CREDITREFORM LUXEMBOURG S.A.
tel.: (+352) 263460
fax : (+352) 263460-50
info@luxembourg.creditreform.lu
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