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Entwicklung der Konkurse in Luxemburg 2008
Entwicklung der Konkurse in Luxemburg 2008
Rückgang der Konkurse in Luxemburg - 13,24 % weniger Firmenpleiten als in 2007 – starker Anstieg der Konkurse im Bezirk Luxemburg seit Oktober
Niederanven, 05.02.2009
Entwicklung der Konkurse in Luxemburg 2008
Rückgang der Konkurse in Luxemburg
13,24 % weniger Firmenpleiten als in 2007 –
starker Anstieg der Konkurse im Bezirk Luxemburg seit Oktober
Wie bereits in den Vorjahren hat Creditreform Luxemburg die Insolvenzzahlen für das Großherzogtum Luxemburg untersucht und mit den Vorjahreszahlen sowie in gewissen Bereichen mit den Nachbarländern und Westeuropa verglichen.
Im Großherzogtum sind entgegen der Entwicklung in Westeuropa (Zunahme der Unternehmensinsolvenzen um durchschnittlich 15,5 %) die Konkurse in 2008 gegenüber dem Vorjahr um 13,2 % zurückgegangen. In den direkten Nachbarländern (Belgien + 7,9 %, Deutschland + 2,2 %, u. Frankreich + 15,1 %) haben die Firmenpleiten bereits teils kräftig zugelegt. Insgesamt waren in 2008 in Luxemburg 590 (Vorjahr 680) Konkurse zu verzeichnen.
Erneut sind die wenigsten von einem Konkurs betroffenen Unternehmen dem produzierenden Gewerbe zuzuordnen, nämlich lediglich 2,2 %, damit deutlich weniger als beispielsweise in Deutschland (8,46 %).
Ein leichter Anstieg ist im Baugewerbe zu vermelden. War diese Branche in 2007 lediglich mit 7,21 % am Konkursgeschehen beteiligt, was in etwa dem Mittel der letzten Jahre entspricht, so sind es in 2008 12,04 %. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 71 Firmen der Baubranche in Konkurs gegangen (Vorjahr 49). Der Bau ist damit im Großherzogtum dennoch weiter recht stabil. Zum Vergleich: der Anteil der Insolvenzen in der Baubranche liegt europaweit bei knapp 20 %.
Den deutlichsten Sprung an Konkursen hat der Handel zu verzeichnen, der an den Gesamtinsolvenzen einen Anteil von 33,39 % (Vorjahr 26,76 %) ausmacht. In 2008 mussten insgesamt 197 Handelsunternehmen den Weg zum Konkursgericht gehen (2007 182). Hier wirken sich die seit Jahren bestehenden Problematiken von fehlender Marktanpassung und ungelöster Unternehmensnachfolge negativ aus.
Rund 60 % der in Konkurs gegangenen Unternehmen sind älter als 5 Jahre. Etwa 58 % entfallen auf die Rechtsform s.a.r.l. (GmbH) und 39 % auf die S.A. (AG).
Betrachtet man die Insolvenzen nach betroffenen Umsatzgrößen, so fällt die Pleite Firma Topvision Luxembourg S.A. (Handelsunternehmen im Bereich der Multimediatechnik) mit einem geschätzten Umsatzvolumen von rund 40,0 Mio. € (2007) am meisten ins Gewicht. Bei Topvision waren in 2008 noch 55 Mitarbeiter beschäftigt. Die meisten Arbeitsplätze waren allerdings vom Konkurs der Ende 1993 gegründeten Primesphere S.A. in Howald (IT-Service Provider u. e-Business-Lösungen) betroffen. Dort waren zuletzt rund 90 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von rund 7,0 Mio. €.
Spektakulärste und medienträchtigste Insolvenz war allerdings sicherlich Anfang 2008 die der in Leudelange ansässigen PIN Group S.A. (Briefzustellservice u.ä.) bei der länderübergreifend direkt rund 5.000 Beschäftigte ihren Job verloren. In Luxemburg hatte die PIN Group S.A. lediglich 38 Angestellte. Das geschätzte Umsatzvolumen der Gruppe insgesamt belief sich in 2007 auf über 277,0 Mio. €.
Seit Oktober 2008 ist ein Anstieg der Konkurse im Bezirk Luxemburg um über 30 % zu verzeichnen. Die Krise schlägt viel schneller als üblich auf die Unternehmen durch. Lediglich im Bezirk Diekirch sind die Zahlen stabil. Welche Entwicklung das Jahr 2009 bringen wird, bleibt abzuwarten.
Weitere Informationen:
CREDITREFORM LUXEMBOURG S.A.
tel.: (+352) 263460
fax : (+352) 263460-50
info@luxembourg.creditreform.lu
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