Startseite        Häufig gestellte Fragen (FAQ)        Impressum        Downloads        Kontakt        Sitemap


  Wir über uns Leistungsspektrum News & Termine Mitgliedschaft
 
News & Termine
Creditreform News
Lokale Nachrichten
Bundesweite Nachrichten
Online-Archiv
Creditreform Analysen
Newsletter von Creditreform Trier
Creditreform Magazin
Termine und Veranstaltungen
Kontakt-Center

Ihre Ansprechpartner in Trier
So finden Sie uns (Anfahrtsskizze)
Informationsmaterial anfordern
Rückruf vereinbaren

Direktruf: 06 51 / 1 47 15-0

 

Startseite News & Termine Creditreform News Lokale Nachrichten Insolvenzen in Europa im Jahr 2011

Insolvenzen in Europa im Jahr 2011

Europa im Schatten der Staatsschuldenkrise
Die Region Trier und Luxemburg im Vergleich mit den Nachbarländern

Trier, 07.02.2012

Der Verband der Vereine Creditreform in Neuss hat die Insolvenzentwicklung in Europa unter die Lupe genommen. Im Rahmen dieser Analyse haben Creditreform Trier und Luxemburg das regionale Firmeninsolvenzgeschehen mit den unmittelbaren Nachbarländern und der Nachbarregion Trier verglichen:

Die gesamtwirtschaftliche Wachstumsdynamik hat sich 2011 verringert. So stand das vergangene Jahr ganz im Schatten der europäischen Schuldenkrise. Und obwohl die deutsche Wirtschaft im zweiten Halbjahr merklich an Schwung verlor, erwies sie sich alles in allem als äußerst robust. Im Hinblick auf die Insolvenzzahlen in Europa ergibt sich 2011 ein geteiltes Bild: Während der Ausfälle in einer Vielzahl von Kernländern wie Deutschland oder Dänemark zurückgingen, hinterließ die Krise in den Peripherieländern auch bei den Unternehmensinsolvenzen ihre Spuren.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte so ein geringfügiger Anstieg um 0,3 Prozent verzeichnet werden. Während es 2010 insgesamt noch 174.463 Insolvenzen waren, wurden im Verlauf des Jahres 2011 174.917 betroffene Betriebe gezählt. Damit fällt der Anstieg äußerst moderat aus, so dass von einer Stagnation der Insolvenzzahlen zu sprechen ist. Die Zahl der Insolvenzen befindet sich allerdings im historischen Vergleich immer noch auf einem bedenklich hohen Niveau. Nur aufgrund der vergleichsweise positiven Entwicklung in den Kernländern Europas hat die Insolvenzsituation kein dramatisches Ausmaß angenommen.

Wie im Vergleichszeitraum 2010 entfielen 2011 nahezu drei von zehn Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa auf französische Unternehmen (28,3 Prozent). Die Bundesrepublik reiht sich mit 17,3 Prozent erneut dahinter ein. Den dritthöchsten Anteil weist Skandinavien mit 11,4 Prozent auf. Der Anteil der Benelux-Staaten (10,4 Prozent) und Großbritanniens (10,6 Prozent) am europäischen Insolvenzgeschehen beträgt etwa ein Zehntel.
In Relation zum Unternehmensbestand wurden 2011 in Luxemburg mit 316 Konkursen pro 10.000 Unternehmen erneut die meisten Insolvenzen gezählt. Mit einem deutlichen Abstand folgt dann Dänemark mit 182 Konkursen. Auch im Jahr 2011 befindet sich Deutschland mit einer Insolvenzquote von 84 Insolvenzen bezogen auf 10.000 registrierte Unternehmen im Mittelfeld - jedoch über dem europäischen Durchschnitt von 68 Insolvenzfällen.

Im unmittelbaren Regionenvergleich Belgien, Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Region Trier und Deutschland ist im Bereich der Unternehmensinsolvenzen der größte Rückgang in Deutschland zu verzeichnen (- 5,80 %). Auch in Frankreich (- 3,10 %) und den Niederlanden (- 2,93 %), und der Region Trier (- 1,81 %) ist ein Rückgang der Firmenpleiten zu vermelden. Hingegen sind die Firmeninsolvenzen in Luxemburg (+ 4,68 %) und Belgien (+ 6,39 %) weiter angestiegen. Insbesondere in Luxemburg bewegen sich die Firmenpleiten weiter auf hohem Niveau.

Betrachtet man das Insolvenzgeschehen unter Branchenaspekten, so ist auffällig, dass der breitgefächerte Dienstleistungsbereich in Luxemburg (64,10 % Anteil an den Gesamtinsolvenzen) und in der Region Trier (59,51 %) einen deutlich höheren Anteil einnimmt als in den Nachbarländern (Belgien, Niederlande u. Frankreich) oder auch deutschlandweit.
Demgegenüber ist die Baubranche in Frankreich (27,00 % Anteil an den Gesamtinsolvenzen) erheblich stärker betroffen als beispielsweise in Luxemburg (8,70 %) oder in der Region Trier (14,11 %).

Weniger Privatinsolvenzen in der Krise

Während bei der Zahl der Privatinsolvenzen im Jahr 2010 noch ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen war, sind die Pleiten bei Privatpersonen 2011 - als die Schuldenkrise teilweise aus dem Ruder zu laufen drohte - zurückgegangen. In den Volkswirtschaften, die eine entsprechende Statistik zu Privatinsolvenzen führen, wurden insgesamt 1,5 Prozent weniger Privatinsolvenzverfahren gezählt als im Vorjahr. Insgesamt wurden 373.284 Fälle erfasst. Das entspricht in absoluten Zahlen einem Minus von rund 5.800 Personen.

Den stärksten Zuwachs an zahlungsunfähigen Verbrauchern verzeichneten im Vergleich zu 2010 Frankreich (+ 26,4 Prozent) und Finnland (+ 19,7 Prozent). In absoluten Zahlen entfiel auf diese drei Volkswirtschaften ein Zuwachs an Privatinsolvenzen um ca. 15.300 Personen.
Die maßgeblichen Treiber für die rückläufige Entwicklung bei den Privatinsolvenzen sind die Bundesrepublik und Großbritannien. Allein in diesen beiden Staaten ging die Zahl der Pleitiers in absoluten Zahlen im Jahr 2011 um ca. 21.820 zurück. Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland fiel 5,8 Prozent geringer aus als im Vorjahr - insgesamt sind 129.800 Fälle (2010: 137.780) gezählt worden. Wie dem Creditreform Schuldneratlas 2011 zu entnehmen ist, hat die private Überschuldung mit der weiter aufhellenden Arbeitsmarkt- und Konjunkturlage in Deutschland abgenommen. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Das Niveau der Privatinsolvenzen bleibt weiter hoch.
Zum Vergleich: In der Region Trier sind die Privatinsolvenzen in 2011 gegenüber dem Vorjahr um 7,23 % zurückgegangen. In Luxemburg gibt es ein vergleichbares Privatinsolvenzrecht (noch) nicht; daher werden auch entsprechende Statistiken geführt.

Weitere Informationen

Guido Joswig

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Creditreform Trier Eberhard KG
Tel.: (+49) 651-147 15 - 66
Mobil: (+49) 173 510 3108
e-mail: g.joswig@trier.creditreform.de



   Seite: drucken  |  weiterempfehlen  |  verlinken Bookmark and Share
 
Ihr Ansprechpartner

Bei Fragen zu den regionalen News hilft Ihnen gerne:

Herr Guido Joswig
Tel.: 06 51 / 1 47 15-60

 Kontakt per Mail
Downloads

Konkurse Europa Jahresstatistik 2011
(PDF, 221 KB)
Privatinsolvenzen Europa Jahresstatistik 2011
(PDF, 209 KB)
Presseinformation Verband der Vereine Creditreform, Neuss
(PDF, 216 KB)
Insolvenzen in Europa Jahr 2011/12
(PDF, 1089 KB)
 
  Kontakt | | Disclaimer | Datenschutz | Downloads | Sitemap    
       
  © 2011 Creditreform Trier Eberhard KG | Ostallee 3-5 | D-54290 Trier
Tel.: 06 51 / 1 47 15-0 | Fax: 06 51 / 1 47 15-10 | E-Mail: info@trier.creditreform.de