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Insolvenzen in Europa, Jahr 2009/10
Insolvenzen in Europa, Jahr 2009/10
Wirtschaftskrise treibt die Insolvenzzahlen in Westeuropa / Region Trier und auch Luxemburg unter dem Steigerungsschnitt
Trier, 03.02.2010
Die schwere Rezession hat die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den EU-15 Staaten plus Norwegen und der Schweiz auf gut 185.000 steigen lassen. Damit wurden 22 Prozent mehr Fälle registriert als 2008, als knapp 152.000 Unternehmen ein Insolvenzverfahren beantragten. In Mittel- und Osteuropa nahm die Zahl der Firmeninsolvenzen um 44 Prozent und damit doppelt so stark zu wie in Westeuropa. 51.000 osteuropäische Unternehmen hatten 2009 Insolvenz anmelden müssen (2008: 35.400).
In Spanien hat sich die Zahl der insolventen Unternehmen binnen eines Jahres nahezu verdoppelt: Mit 4.900 Verfahren wurden 93,8 Prozent mehr Fälle registriert als 2008 (2.528 Fälle). Es folgen Irland mit einem Plus von 81,1 Prozent auf 1.400 (Vorjahr: 773 insolvente Unternehmen), die Niederlande (plus 53,4 Prozent; 10.500 Firmeninsolvenzen) und Dänemark (plus 51,0 Prozent; 5.600 Insolvenzen).
Creditreform Trier und Luxemburg haben das regionale Firmeninsolvenzgeschehen mit den unmittelbaren Nachbarregionen verglichen:
Ein Blick auf die Region Trier und die unmittelbaren Nachbarn zeigt, dass sowohl die Region Trier (deutlich) als auch Luxemburg (um 3,6 Prozentpunkte) unter der durchschnittlichen Steigerungsrate in Westeuropa (+ 21,9 % Zuwachs) liegen.
In der Region Trier sind die Firmeninsolvenzen im Vergleich zu 2008 um 11,8 % angewachsen und in Luxemburg um 18,3 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen.
Allerdings schneidet damit das Großherzogtum Luxemburg (+ 18,3 %) im regionalen Vergleich mit den unmittelbaren Nachbarn am schlechtesten ab, denn die Steigerungsrate der Firmenpleiten liegen in Belgien bei 11,3 % und in Frankreich bei 12,2 % sowie in Deutschland bei 16,0 % und in der Region Trier lediglich bei 11,8 % gegenüber dem Vorjahr.
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